Gartenbau Winde Agrarminister Jörg Vogelsänger (Mitte) und Dr. Klaus Henschel, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg (r.) übergeben an Gundula, Christa und Rüdiger Winde (v.l.) die Auszeichnung.
Der Schönborner Familienbetrieb wird in Potsdam für seine ideenreiche Arbeit mit Kindern gewürdigt.

Er ist Hansdampf in allen Gassen – Schönborns Gärtnermeister Rüdiger Winde. Richtig auf blüht er, wenn es darum geht, junge Leute fürs Gärtnern zu begeistern. Dazu holt er sie schon im zarten Kindesalter ab – im Kindergarten und den ersten Schuljahren. Mit einer ersten Klasse aus Schönborn hat er eine Blumenrabatte vor der Schule angelegt, die er entsprechend der Jahreszeit gestaltet. Die Kinder bringen die Knollen und Zwiebeln in die Erde, lernen, wie Stauden und Sträucher gepflanzt werden, was wie oft gegossen werden sollte.

Gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat er ein Kartoffelprojekt für Kindergarten-Kinder entwickelt. „Ich möchte, dass die Kinder sehen, was aus eine Knolle werden kann, wenn man sie richtig pflegt.“ Er vermittelt den Gemüseanbau, spricht über die Nützlichkeit von Insekten und Bienen und hilft, wenn eine Schule gärtnerischen Rat benötigt. Dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg hat diese zusätzliche Arbeit Respekt abgenötigt. Die Gärtnerei in Schönborn und das Rosengut Langerwisch bei Potsdam, das besonders pfiffige Wege gefunden hat, um Berufsnachwuchs frühzeitig an sich zu binden, sind die ersten Betriebe, die den Titel „Ausgezeichnete Gärtnerei“ tragen dürfen.

Text: Frank Claus, Lausitzer Rundschau vom 10.09.18